So hieß es in diesem Jahr schon zum 19. Mal für die Wandergruppe der Guttempler und Freunde/Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Ziel war der Nationalpark Eifel mit dem Hotel am Rursee, übrigens bei herrlichem Wetter.

Blick über einen See in der EifelNach einem ausgiebigen Frühstück erläuterten Gitti und Ulrich den jeweiligen Tagesplan und los ging es. Die beiden hatten für uns sehr schöne und abwechslungsreiche Wege ausgesucht mit überraschenden Zielen.

Am ersten Tag erfuhren wir bei einer geführten Wanderung etwas über die Pläne des Nationalparks Eifel und am Abend konnten wir unsere Eindrücke bei einem Film vertiefen. Am Dienstag ging es dann zur Urfttalsperre und nach einer ausgiebigen Stärkung mit dem Schiff zurück. Der Mittwoch war »zur freien Verfügung«. Wer wollte, konnte mit Gitti und Ulrich eine weitere Wanderung unternehmen oder sich eine Pause gönnen und das schöne Städtchen Monschau oder die Stadt Aachen besuchen. Am nächsten Tag führte uns der Weg von Heimbach zur Abtei Mariawald. Dort gab es nicht nur einen gut sortierten Klosterladen, sondern auf der Sonnenterrasse eine erstklassige Erbsensuppe.

Wandergruppe bei der Rast auf Straßenmauer sitzendDie Wanderung am Freitag war besonders beeindruckend, weil sie uns zu Zeugnissen der Geschichte führte. Von Morsbach aus kamen wir mitten in der Nationalparkidylle auf ein Hochplateau mit dem verlassenen Dorf Wollseifen. 1946 wurden die 550 Bewohner durch die britische Militärverwaltung vertrieben und das gesamte Gelände zum Truppenübungsplatz erklärt. In der ehemaligen Volksschule konnten wir die Geschichte des Dorfes und Eindrücke des ehemaligen Dorflebens in einer Ausstellung nachempfinden. Besucht haben wir außerdem die Ruine der früheren Pfarrkirche sowie »Schießhäuser«, die zur Übung für Straßenkämpfe errichtet wurden und auch noch stehengeblieben sind.

Dieser Tag hatte noch einen weiteren Höhepunkt für uns bereit: das Ziel der Wanderung, die Ordensburg Vogelsang. Sie ist riesig mit einem hohen Aussichtsturm und etlichen Gebäuden, die vom Größenwahn der NS-Zeit zeugen. Die Dauerausstellung »Bestimmung: Herrenmensch« war gerade eröffnet und die Geschichte der Ordensburgen dabei besonders interessant.

Der letzte Wandertag führte uns oberhalb des Rursees entlang und mit einer Bootsfahrt wieder zurück. Das gemütliche Beisammensein am letzten gemeinsamen Abend ist immer besonders fröhlich und führte dieses Mal bei den »Samstagsmalern« zu so manchen Albernheiten.

Drei ausgelassene Wanderinnen lachend auf einer BankWir freuen uns schon heute auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt: »Auf zum fröhlichen Wandern!« immer Ende September/Anfang Oktober. Als nächste Ziele sind geplant für 2017 der Bayerische Wald und für 2018 der Deister in Niedersachsen.

Falls Sie Interesse haben, auch einmal mitzuwandern, erhalten Sie nähere Informationen bei Klaus-Peter Pfitzmann, Telefon +49-2103-48182.

Annegret Becker, Landesverband Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Klaus-Peter Pfitzmann, Landesverband Nordrhein-Westfalen