Herbstein im Frühling

Der Bundesausschuss plante Anfang April die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung der Guttempler-Angebote in der Suchtselbsthilfe. Eingeladen hatte der hessische Landesverband ins Kolping-Feriendorf Herbstein.

Musik mit freundlicher Genehmigung von © Bożena Delewska, IOGT Polen.

So hieß es in diesem Jahr schon zum 19. Mal für die Wandergruppe der Guttempler und Freunde/Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Ziel war der Nationalpark Eifel mit dem Hotel am Rursee, übrigens bei herrlichem Wetter.

In Deutschland sind etwa 1,4 bis 1,5 Millionen Menschen abhängig von Medikamenten. Manche Schätzungen sprechen sogar von 1,9 Millionen Betroffenen. Damit sind ebenso viele Menschen von Arzneimitteln abhängig wie von Alkohol. Spitzenreiter der Medikamente mit Suchtpotenzial sind Schlaf- und Beruhigungsmittel. Die Internetplattform www.medikamente-und-sucht.de der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der BARMER GEK klärt über die Risiken beim Medikamentenkonsum auf, erläutert Hintergründe und weist auf die Unterstützungsangebote hin.

Alkoholabhängige Menschen, die sich mit dem Ziel ihren Alkoholkonsum vollständig zu beenden in Behandlung begeben, erreichen dieses eher, wenn sie von einem Therapeuten behandelt werden, der die totale Abstinenz befürwortet. Diejenigen, die Alkohol in einer kontrollierten Weise zu konsumieren versuchen sind nicht so erfolgreich, selbst wenn sie von einem Therapeuten behandelt werden, der mit kontrolliertem Trinken arbeitet. Dies hat eine Studie der Universität Göteborg, Schweden, herausgefunden.

Viele Menschen, ob Angehörige oder Selbstbetroffene, fragen sich: »Trinke ich, trinkt meine Angehörige, mein Angehöriger zuviel?« Ab wann wird der Konsum von Alkohol kritisch? Oft verbergen sich hinter dieser Fragestellung unmittelbare Sorgen über das persönliche Verhalten oder das Verhalten einer nahestehenden Person im Umgang mit Alkohol.