Die Gemeinschaft Leopoldplatz wurde am 18.06.1971 gegründet.
Derzeit (Stand 01.01.2016) sind wir dreizehn teilweise langjährige Mitglieder, mit einem etwas höherem Altersdurchschnitt, was aber nicht bedeutet, dass wir uns allem Jüngeren und Neuen verschließen. Unser jüngstes Mitglied ist 54 und unser ältestes 86 Jahre alt.

Wir treffen uns zu unserem Gemeinschaftsabend jeden Donnerstag, außer an Feiertagen, um 18:30 Uhr in der Seniorenfreizeitstätte, Otawistraße 46, in 13351 Berlin (Wedding).

Diese Freizeitstätte ist bedingt behindertengerecht.

Wir unterhalten uns oder diskutieren nicht an jedem Gemeinschaftsabend über Alkoholprobleme. Vielmehr bieten wir ein vielfältiges Programm über diverse Themenbereiche (siehe hier unter »Programm«). Auch ein Spieleabend gehört mal dazu. Jeder Programmpunkt ist aber veränderbar, sobald ein Gemeinschaftsmitglied oder auch ein Gast der Gemeinschaft den Wunsch oder das Bedürfnis hat, über seine eigenen Probleme, zum Beispiel bei drohender Rückfallgefahr, zu sprechen.

Bereits um 18:15 Uhr bieten wir Vorgespräche an. Sie haben ein Problem mit Alkohol oder Medikamenten, dann scheuen Sie sich nicht, mit uns in Kontakt zu treten. Wir werden versuchen, Ihnen zu helfen. Gäste sind uns immer herzlich willkommen; nach Voranmeldung auch Familien mit Kindern.

Sie erreichen uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit der U-Bahn bis U-Bahnhof Rehberge oder mit dem Bus 221 Ecke Afrikanische Straße/ Otawistraße.

Jemand aus unserer Gemeinschaft schrieb einmal folgendes:

Ich trank um frei zu sein und wurde abhängig.
Ich trank um Probleme zu lösen, aber die Probleme wurden immer mehr.
Ich habe lange gebraucht, bis ich mir selber eingestand, dass ich ein Alkoholproblem habe.
Erst als ich ganz unten war, fand ich die Kraft aufzustehen, um eine Lösung zu finden.
Es war sehr schwer, für meine eigene Problembewältigung selber verantwortlich zu sein.
Es nahm mich keiner bei der Hand, um mir den Weg zu zeigen. Man muss den ersten Schritt selber machen.
Hilfe von ›Freunden‹, mit denen es im Suff immer so lustig war, gab es nicht. Also trennte ich mich von ihnen. Heute weiss ich nicht mehr, wann ich das letzte mal Alkohol getrunken habe.
Meine alten ›Freunde‹ vermisse ich nicht.
Ich habe meinen Weg gefunden.
Wenn ich heute einkaufen gehe, wandern meine Blicke nicht mehr automatisch auf die Preisschilder am Getränkeregal.
Wenn ich Probleme habe, suche ich nach einer Lösung, aber nicht mehr im Alkohol.
Ich bin stolz, dass ich es geschafft habe abstinent zu leben.
Ich gehe einmal in der Woche zu meiner Gemeinschaft, wo ich mit Gleichgesinnten zusammen bin.
Es ist kein Zwang, sondern mein eigener Wille mit Menschen zusammen zu sein, denen ich nichts vormachen muss, um akzeptiert zu werden.
Früher trank ich vor Glück und wurde unglücklich. Heute trinke ich nicht mehr und bin wirklich glücklich.
Jeder ist seines Glückes Schmied. So schwer es auch ist, den ersten Schritt muss man aber selber machen.
Nur Mut!«