Herbstein im Frühling

Der Bundesausschuss plante Anfang April die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung der Guttempler-Angebote in der Suchtselbsthilfe. Eingeladen hatte der hessische Landesverband ins Kolping-Feriendorf Herbstein.

Musik mit freundlicher Genehmigung von © Bożena Delewska, IOGT Polen.

Orange Day

Kein Alkohol am 25.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist ein großes Problem überall auf der Welt. Bis zu 80 Prozent der Gewalt sind alkoholbedingt. Unsere Idee: Was würde passieren, wenn wir alle nur einen Tag im Monat auf Alkohol verzichten könnten? Das wäre nicht zu schwer, oder? Das allein wären schon mehr als zwei Prozent der Gewalt gegen Mädchen und Frauen weniger. Das wäre kein kleiner Tropfen im Ozean. Das wären tausende Frauen, die ein freieres Leben führen würden. Wir wollen, dass jeder 25. in einem Monat ein alkoholfreier Tag wird. Wie wäre es mit einem orangen Getränk für einen orangen Tag? Wir machen jeden 25. zu einem alkoholfreien Tag!

Krebs als Überschrift  in einer Zeitung

Für das Krebsrisiko gilt in Wissenschaftskreisen, dass es keine Menge an Alkohol gibt, die bedenkenlos konsumiert werden kann.

Eine neue Studie belegt, wie die Alkoholindustrie und ihre Lobbygruppen solche Erkenntnisse in der Öffentlichkeit verfälschen. Die Vorlagen dazu lieferte die Tabakindustrie, stellt das soeben in »Drug and Alcohol Review« veröffentliche Forschungsergebnis fest.

Gute Noten für die Ausbildungslehrgänge zur Gruppenbegleitung

Kanadische Flagge mit Cannabisblatt statt AhornblattNun also Kanada – oder wie die weltweite Netzgemeinde scherzhaft neu schreibt: #Cannada. Wieder ein Staat in dem die Legalisierung nicht-medizinischen Cannabiskonsums auf der Tagesordnung steht, was auch hierzulande die Debatte neu entfacht. Wie lange es wohl noch dauern wird, bis auf die zahlreichen Positionierungen zur – nicht vorhandenen – erkenntnisgeleiteten Cannabis-Politik in Deutschland Taten folgen?

Suchtkranke werden immer noch von der Gesellschaft geächtet und für ihre Erkrankung selbst verantwortlich gemacht. Führende SuchtexpertInnen aus Deutschland, darunter Guttempler-Geschäftsführerin Wiebke Schneider trafen sich im vergangen Herbst um zu beraten, wie diese Stigmatisierung überwunden werden kann. Geleitet wurde die Tagung von Georg Schomerus, einem international angesehenen Stigmaforscher von der Universität Greifswald, in Zusammenarbeit mit Annemarie Heberlein (Medizinische Hochschule Hannover) und Hans-Jürgen Rumpf (Universität zu Lübeck).