An diesem Samstag (19.01.2019) fand das erste Tagesseminar der Lotsinnen und Lotsen des Lotsennetzwerkes Schleswig-Holstein im Guttemplerhaus in Kiel statt.

LNW
Unter dem Begriff "Motivation" ging es um die eigene Motivation des Lotsen, Nähe und Distanz und einen möglichen guten Ablauf des Erstgespräches mit dem Hilfesuchenden. Die Referentin Jutta Hansen-Rix hatte viele neue Ansätze, aufbauende Hinweise und ergänzende Hilfestellungen für die Teilnehmer. Ganz besonders im Fokus war zudem der Ausbau und die Festigung des Netzwerkes.
Es werden nachwievor Freiwillige gesucht, die sich ebenfalls ihre Mitwirkung am Lotsennetzwerk vorstellen können unabhängig davon, in welcher Suchtselbsthilfeorganisation diese zuhause sind.
Das Lotsen- und Lotsinnennetzwerk wird von Menschen gebildet, die eigene Erfahrungen mit einer Suchterkrankung haben und mindestens zwei Jahre abstinent leben. In einem solchen Netzwerk arbeiten Lotsen und Lotsinnen aus der Suchtselbsthilfe mit den Fachmitarbeitern und Fachmitarbeiterinnen der Einrichtungen der Suchthilfe und angrenzender Hilfebereiche zusammen, um suchtkranke Menschen in das Hilfesystem zu integrieren und sie beim Ausstieg aus der Sucht zu unterstützen.
Unser Lotsen- und Lotsinnennetzwerk schließt die Lücke in der Versorgung suchtkranker Menschen, denn immer noch kommen schätzungsweise nur etwa 5 bis 10 Prozent der Suchterkrankten im Hilfesystem an. Das Lotsen- und Lotsinnennetzwerk wirkt dem „Drehtüreffekt“ zwischen Entgiftung und Therapie entgegen, der immer wieder erfolgreiche Behandlungen scheitern lässt. Darüber hinaus stabilisiert eine begleitende Unterstützung an den Schnittstellen den Weg in angrenzende Hilfen wie Bewährungshilfe, Wohnungslosenhilfe, Schuldenberatung und und und
(Auszüge des Textes und Grafik: www.lotsennetzwerk.lssh.de)
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