Suchthilfe sagt ja zum Leben

Nach der ersten Phase der Corona-Pandemie steht unsere Gesellschaft in allen Bereichen vor der Herausforderung, ein funktionierendes Zusammenleben und Arbeiten (wieder-)herzustellen. Dafür müssen wir uns auf eine längere Zeit mit schrittweiser Wiederaufnahme gewohnter Leistungen und Angebote einstellen und diese gleichzeitig so anpassen, dass sie trotz Risiken durch Corona in Anspruch genommen werden können.

Leerer Stuhlkreis

Die Sucht-Selbsthilfe ist ein wichtiger Pfeiler im System der Suchthilfe. Versuche zur Eindämmung der Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus wirken sich auf die deutschlandweit ehrenamtlich geleistete Arbeit der Sucht-Selbsthilfe aus. Im Zusammenhang mit der Anerkennung der Systemrelevanz für bestimmte Branchen und Berufe wendet sich die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) im Namen der fünf Sucht-Selbsthilfeverbände Blaues Kreuz in Deutschland, Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche - Bundesverband, Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe - Bundesverband, Guttempler in Deutschland und dem Kreuzbund an die Behörden und bittet um deren Unterstützung.

100-Euro-Schein

In einem gemeinsamen Aufruf fordern Spitzenvertreter*innen des Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Paritätischen Gesamtverbands und weiterer bundesweiter Organisationen die Bundesregierung auf, allen Menschen, die auf existenzsichernde Sozialleistungen angewiesen sind, einen pauschalen Mehrbedarf von 100 Euro monatlich unbürokratisch zukommen zu lassen.

Tausende Einrichtungen der Sozialen Arbeit arbeiten auch während der gegenwärtigen Corona-Krise unter erschwerten Bedingungen weiter. Jedoch kommt durch diese Krise unsere soziale Hilfe nicht nur schwerer dort an, wo sie hin soll, sondern wir selbst als Einrichtungen sind existenziell bedroht.