Frau mit Tablet

Die Guttempler in Deutschland starteten im April 2020 eine Helpline für Menschen mit Alkohol- und anderen Drogenproblemen. Sie wird von ehrenamtlichen Mitgliedern betrieben und ist 24 Stunden am Tag, an allen Tagen der Woche und das ganze Jahr über aktiv. Sie ist ein echter Retter in Zeiten der Pandemie mit Isolation, physischer Distanzierung und Lockdowns gewesen. Allein im Januar und Februar 2021 hat sie 907 Anrufe erhalten.

Beziehungen sind sehr wichtig für die Überwindung von Alkohol- und anderen Substanzkonsumproblemen. Aber die COVID-19-Pandemie führte zu physischer Distanzierung und sozialen Isolationsmaßnahmen, die speziell die Verbindung zwischen Menschen einschränkten. Infolgedessen verloren Menschen, die unter Alkohol- und anderen Drogenkonsumproblemen leiden, viele ihrer Bindungen, vermissen ihre Gemeinschaft und Unterstützung.

Gleichzeitig stieg der Alkoholkonsum während der Pandemie in Deutschland an. Dies hat dazu geführt, dass mehr Menschen Probleme mit Alkohol entwickeln.

In dieser Situation traten die Mitglieder der Guttempler in Deutschland auf den Plan, um dringend benötigte Unterstützung und menschliche Verbundenheit zu bieten, indem sie eine Sucht-Notfall-Hotline einrichteten.

Wie Movendi International bereits berichtete, befragte das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Nürnberg über 3000 Erwachsene zu ihrem Alkoholkonsum. 35,5 % der Befragten gaben an, mehr oder viel mehr Alkohol zu konsumieren als vor der Coronavirus-Krise. Die Alkoholschädigung während der COVID-19-Krise war bei Personen mit niedrigerem sozioökonomischen Status noch stärker ausgeprägt.

Da immer mehr Menschen stark Alkohol konsumieren, steigt auch die Zahl der Menschen, die sich hilfesuchend an Suchtberatungsstellen im Land wenden. Diese Stellen sind in Deutschland unterfinanziert und können daher mit der wachsenden Nachfrage nicht mithalten.

Diese instabile Situation hilft Menschen nicht, die unter Alkohol- und anderen Drogenproblemen leiden und sofortige Unterstützung für ihre Genesung benötigen. Sie brauchen ein funktionierendes, verlässliches System der Gesundheitsversorgung.

Guttempler unterstützen Genesung

Im COVID-19 Zusammenhang mit Isolation, physischer Distanzierung und Lockdowns biete die Guttempler dringend benötigte Unterstützung, Verbindung und Gemeinschaft für Menschen, die Hilfe bei ihrem Alkohol- oder anderen Drogenkonsumproblemen benötigen. Das Nottelefon Sucht der Guttempler in Deutschland 0180 365 24 07 ist 24 Stunden, 7 Tage die Woche und das ganze Jahr über erreichbar.

Die Helpline wird ehrenamtlich betrieben und ist die einzige ihrer Art in Deutschland.

Im vergangenen Jahr gingen von der Einführung im April bis Dezember insgesamt 2.341 Anrufe bei der Helpline ein. Ungefähr 100 Anrufe pro Monat. Im Januar und Februar 2021 hat sie bereits 907 Anrufe entgegengenommen.

Screenshot eines Posts zum Nottelefon auf InstagramEin Instagram-Beitrag der Guttempler in Deutschland (@guttempler)

Bei den meisten Anrufen ging es um Alkohol- oder andere Drogenprobleme. Angesichts von Schließungen und eingeschränkten staatlichen Beratungsdiensten ist die Helpline für manche Menschen die einzige Möglichkeit, mit jemandem über ihre Probleme mit dem Drogenkonsum zu sprechen. Die Mitglieder der Guttempler in Deutschland, die die Helpline betreiben, berichten, dass es viele COVID-19-bedingte Ursachen gibt, die Menschen dazu bringen, Alkohol und andere schädliche Substanzen zu konsumieren und eine Abhängigkeit zu entwickeln. Dazu gehören

  • Einsamkeit aufgrund mangelnder Kontakte und fehlender sozialer Kontrolle,
  • finanzielle Sorgen aufgrund von Kurzarbeit oder drohender Arbeitslosigkeit, und
  • familiäre Belastungen, die im Extremfall sogar zu häuslicher Gewalt führen können.

Die Freiwilligen werden durch einen Kurs geschult, der online über eine Videokonferenzplattform durchgeführt wird. Derzeit betreiben 40 Ehrenamtliche die Helpline von zu Hause aus. Da sie mit Handys verbunden werden kann, können die Freiwilligen von überall aus arbeiten.

Quelle: Movendi International

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