Teilnehmer*innen des ostdeutschen Guttempler-Treffens 2021 im Park

Vom 3. bis 5. September 2021 fand unser Ostdeutsches Treffen der Guttempler – in diesem Jahr organisiert von den Mitgliedern aus Mecklenburg-Vorpommern – im wunderschönen Ostseebad Boltenhagen statt.

Vorab sei mir eine ganz persönliche Anmerkung erlaubt. Für einige von uns Schweriner Guttemplerinnen und Guttempler und das sind Rosemarie Jancker, Regine und Rainer Siedelberg sowie die beiden von sehr weit angereisten Karin und Dieter Jörger aus wie wir scherzhaft sagen »Ost-Bayern«, ist Boltenhagen ein guttemplermäßig sehr traditionsreicher und prägender Ort. Dort fanden bereits in den Anfängen der 90er Jahre zwei legendäre Auftakttreffen zur gesamtdeutschen einander Kennenlernarbeit statt.

Unsere gegenwärtigen Treffen haben zum einen einen traditionellen Ablauf, zum anderen auch immer wieder Überraschungsmomente. Der Begrüßungsabend beispielsweise braucht keine ganz lange Vorstellungsrunde mehr, denn viele sind Wiederholungstäter und verleihen ganz einfach ihrer Freude Ausdruck, wieder dabei zu sein. Das ist gerade in den momentan unberechenbaren Zeiten wirklich eine besondere Freude. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass es uns auch im Jahr 2020 unter besonderen Veranstaltungsbedingungen gelungen war, das Wochenende mit reduzierter Teilnehmerzahl im Brandenburgischen Paulinenaue durchzuführen.

Wer zum ersten Mal dabei ist, erlebt im Idealfall so einige AHA-Momente. Jedenfalls dann, wenn vor aller Wiedersehensfreude nicht vergessen wird, den »Neuen« die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Wie ich finde, ein wichtiger Aspekt in vielen Situationen unserer Vereinsarbeit.

Zurück zu den Überraschungsmomenten. So einer war der seminaristische Teil am Samstagvormittag. Die Organisatoren hatten von den »traditionell klassischen Suchtthemen« Abstand genommen und uns einen märchenhaften Vormittag beschert. Und die Überraschung war voll gelungen. Die ursprünglich angefragte und in Guttemplerkreisen bereits bekannte Referentin hatte uns ihre Kollegin Märchenerzählerin Karin Ulex empfohlen. Und wir sollten es nicht bereuen, sie eingeladen zu haben. Das Thema »Held und König im eigenen Leben« hat uns schnell in seinen Bann gezogen, uns vieles miteinander erleben lassen und wir können es nur zur Nachahmung empfehlen.

Es blieb ebenso Zeit für das vertiefende Kennenlernen untereinander und der Region ebenso. Ob Schifffahrt oder Boltenhagen-Rundfahrt, eigenständige Erkundungen oder einfach mal Pause machen, es war für jeden etwas dabei. Und auch geselliges Miteinander kam nicht zu kurz. Ich sage nur »Loschi«. Mit seinem Matrosenprogramm am zweiten Abend hat er so manchem ein Lachen aus voller Brust entlockt wie es schon lange nicht mehr erlebt wurde. Und auch »Uns Uwe«, Cheforganisator des Wochenendes, hatte für beide Abende seine bewährten »Oldie-Nächte« vorbereitet. Die allein waren für manchen aus der Runde genug Grund, dabei zu sein. Vielleicht ist auch er ein Geheimtipp. Fragt ihn am besten selbst oder für bestätigende Rückmeldungen auch andere wie zum Beispiel Petra Krause.

Es war übrigens sehr schön, dass wir zum wiederholten Mal unsere Bundesvorsitzende Petra Krause mit ihrem Peter an der Seite auf unserem Wochenende begrüßen konnten. So gab es am Sonntagvormittag neben den Rückmeldungen aus den vertretenen Regionen auch die aktuellsten Informationen von der Bundesebene und damit einige Impulse für die Zukunft. Zu erwähnen ist auch der Beitrag von Frank Lindemann zum Angang an Politiker/Abgeordnete mit der Frage zu ihrem Blick auf die Alkoholpolitik. Auch zur Nachahmung empfohlen. Denn nach der Wahl ist vor der Wahl.

Nach dem obligatorischen Abschlussgruppenfoto (siehe Foto oben) übernahm Petra ganz spontan die Aufgabe, die Abschlussworte zum Geschwisterkreis zu sprechen.

Vielen Dank an alle: für die Organisation und Teilnahme gleichermaßen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen. Der Staffelstab ging an die Thüringer. Ich sage nur: September 2022 in Oberhof.

Ehrenvorsitzende Rosi JanckerEhrenvorsitzende Rosi Jancker

Da ich nun gerade das Wort habe, hier noch die NMN: Neuesten Mecklenburger Nachrichten von unserer regionalen Staffelstabübergabe. Eingangs sprach ich bereits von etlichen »Guttempler-Urgesteinen«. Und auf das ultimative Urgestein mit Mecklenburger Prägung möchte ich nun zurückkommen:

Unsere Rosi Jancker – eine Instanz! – Gründungsmitglied unserer Gemeinschaft vor nunmehr 31 Jahren als letzte Gemeinschaft der DDR. Das war am 29.09.1990 in Schwerin mit vielen Gästen. Rosi war ebenso erste Frau am Platz bei der Gründung unseres Landesverbandes, dessen langjährige Vorsitzende und Schatzmeisterin sie über Jahrzehnte war.

Christiane Hagemann erhält Glückwünsche zur Wahl als Vorsitzende von Uwe WoltersChristiane Hagemann, neue Vorsitzende, erhält Glückwünsche von Uwe Wolters

Nun hat sie einen neuen Titel. Wir haben sie anlässlich der Wahl unserer neuen Vorsitzenden zu unserer Ehrenvorsitzenden ernannt. Das ist unser ganz persönliches Dankeschön an Rosemarie Margot, wie Uwe manchmal liebevoll sagt, für eine jahrzehntelange unermüdliche ehrenamtliche Arbeit auf Stadt-, Landes- und Bundesebene, auch nicht immer unumstritten. Doch das ist durchaus gut so, denn Verschiedenartigkeit und Zweifel bringen uns zumeist voran. Nur ein Beispiel: Riesengroß ist bei uns die Freude, dass wir uns nun endlich auch ganz offiziell einfach »Guttempler« nennen dürfen. So, wie wir es schon lange tun.