Der Erstkontakt fand bei den diesjährigen Herbstgesprächen statt. Dort hatte Bernd Nitsch von der wichtigen Errungenschaft einer behindertengerechten Toilette für das Guttemplerhaus in Kiel erzählt und darauf verwiesen, dass nun nur noch ein Behindertenstellplatz vor dem Gebäude in der Körnerstraße 7 fehlen würde. Dies hörte der Landtagsabgeordnete Tobias von der Heide, CDU, und stellte spontan seinen Besuch in Aussicht.

Nach einem kurzen Rundgang und einem Blick in und auf den neuen Toilettenanbau fand ein intensiver Gedankenaustausch statt, an dem neben Bernd Nitsch noch Horst Henningsen und Peter Johannsen teilnahmen. Nach mehr als 90 Minuten hatten alle Themen, die für eine Sucht-Selbsthilfeeinrichtung bedeutend sind, Eingang in die Diskussion gefunden:

  • Guttempler-Landesverband SH e.V. und dessen Aufbau und Vernetzung mit anderen Suchthilfeverbänden, aber auch mit dem Kinderschutzbund, dem Weißen Ring und dem SH Heimatbund
  • Nutzung des Guttemplerhauses jetzt auch vermehrt durch externe Gruppen (Auswirkung des behindertengerechten WC)
  • Stellenwert der ehrenamtlichen Mitarbeit in der Suchthilfe (zum Beispiel bei der persönlichen Beratung oder beim Nottelefon)
  • Typischer Ablauf einer Beratung von der ersten Kontaktaufnahme bis zu einer möglichen Therapie beziehungsweise des Besuchs einer Selbsthilfegruppe oder einer Guttempler-Gemeinschaft
  • Vorstellung der Guttempler in Kliniken pp.
  • Suchtmittelkonsum bei jungen Menschen (Stichwort Komasaufen)
  • Umgang mit offenen Trinkerszenen
  • Abstinenz oder kontrollierter Alkoholkonsum

Einig waren sichtreffenk7 400 schließlich alle Beteiligten über den hohen Stellenwert der ehrenamtlichen Suchthilfe und über den notwendigen Kontakt zur Politik.
Herr von der Heide versprach, sich in Kürze bei der Landeshauptstadt Kiel für die Einrichtung eines Behinderten-Stellplatzes einzusetzen.

Text: Horst Henningsen Bild: Tobias von der Heide